Clap, Boom, Bass

Sam Tiba – Déguisement (Samuel EP)

Sam Tiba – Déguisement (Samuel EP)

Club Cheval Member Sam Tiba hat am 15. September seine 3-Track-EP „Samuel“ veröffentlicht. Tibas Sound bewegt sich zwischen Electronica, House, Funk und HipHop à la Flume. Während die ersten beiden Tracks der EP, „Au Revoir“ und „Up In The Clouds“, mehr in Richtung Chill-Out abdriften, hat es mir besonders „Déguisement“ mit seinem tanzbaren Ghettoclub-Style angetan.

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  • Sam Tiba
  • Déguisement

Sam Tibas Sound klingt eigentlich so, als wäre der Franzose in einem Club aufgewachsen und hätte von früh bis spät Leute zum Hüftwackeln gebracht. Dabei hatte Sam lange Zeit weder etwas mit Electro noch mit Clubs am Hut. Er pflegte einen alkohol- und drogenfreien Lebensstil, war laut eigenen Angaben etwas langweilig und selbstgerecht und hörte statt Electronica klassischen French Rap, Roots, Dancehall, Reggae und später Dubstep. Der Wendepunkt war für ihn ein Erasmus-Jahr in Stockholm, wo er seine Liebe zur Clubszene, der Electromusik – und zum Feiern entdeckte.
2009 traf Sam dann die Produzenten Myd, Panteros666 und Canblaster, mit denen zusammen er das berühmte Projekt Club Cheval gründete. Er veröffentlichte aber auch Solo-Produktionen; 2011 die „Black Eyed Weed“ EP auf Marble (einem französischen Label, das von den ehemaligen Institubes Künstlern Surkin, Bobmo und Para One gegründet wurde) und im letzten Jahr die „The Saddest Show In Town“ EP auf Pelican Fly.

Sam Tiba - Déguisement (Screenshot)

Mein neuester Sam-Tiba-Favorit „Déguisement“ ist jedenfalls ein regelrechtes Chamäleon: Der Track klingt mal gangster-cool und zurückgelehnt, mal treibend und gut gelaunt. Er versprüht einen Underground-Flair, der einen in die Ghettos von Miami und Baltimore entführt. Dabei bedient Sam sich schwungvoller Synths, polternder Drums, rhyhtmischer Handclaps und einem Sample der Hitsingle „I Like It“ von Dino aus dem Jahr 1989. Im Moment arbeitet Sam Tiba an einem Solo-Album und ich freue mich schon drauf, mehr von seiner Miami-Bass-Musik um die Ohren gehauen zu bekommen. Die gesamte „Samuel“ EP könnt ihr übrigens hier vorhören.

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